Montag

Leben heißt lieben. Lieben heißt leiden. Wenn du nicht leiden willst, dann liebe nicht. Aber wenn du nicht liebst, warum lebst du dann?

Jede Nacht ist es das Kratzen in meinem Hals das mich weckt und die unglaubliche Leere in mir, die mich wachhält. Ich werfe mich von einer Seite auf die andere, aber der Schlaf will und will mich nicht überwältigen. Jedes Mal, wenn ich meine Augen schließe, erwische ich mich ein paar Sekunden später dabei, wie ich wieder da liege und die Dunkelheit in meinem Zimmer anstarre, die so sehr der in mir drin gleicht. Heute Nacht war es besonders schlimm. Ich bin aufgestanden und auf Zehnspitzen in meinen Zimmer herumgelaufen, einfach nur, um nicht tatenlos herumliegen zu müssen. Und die Gedanken in meinen Kopf fuhren Achterbahn, bis ich mich auf den Teppich gesetzt habe, weil mir von all den Problemen schwindelig wurde. Eigentlich liebe ich dich ja nicht mehr, das kann keine Liebe mehr sein, aber ohne diese Sehnsucht nach dir fühle ich mich ganz schrecklich alleine und leer. In mir drin ist nichts, und das fühlt sich noch schlimmer an, als der Schmerz.

                                              

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