Montag

I'll be there

Meine Atmung geht unregelmäßig, als ich versuche die Tränen zu unterdrücken, die sich den Weg meine Kehle hinaufbahnen, um an die kalte Luft zu entweichen. Eine einzelne Träne rollt über meine Wange und tropft auf das schneeweiße Laken meines Bettes. Ich versuche zu begreifen was grade passiert, aber es gelingt mir nicht. Die letzten 24 Stunden kommen mir vor wie eine halbe Ewigkeit. Mir schießen wieder die Bilder in den Kopf, die Bilder von dem starken Jungen, der zusammebricht unter der Last des Geheimnisses, dass er mit sich rumschleppt. Die Worte klingen in meinen Ohren, als säße er jetzt ganz dicht neben mir. 'Lieber würde ich die Schläge kassieren als das sie es tut'
Mein Handy vibriert sanft neben meinem rechten Oberschenkel. Eine sms von dir.
'Er ist nicht mein Vater so lange er ihr wehtut, ich hau hier gleich ab.'
Der Schmerz hier untätig rumzusitzen, ist unerträglich. Die Gewissheit das ich bei dir sein könnte tut mehr weh als die Tatsach selber. Alle meine Muskeln spannen sich an, ich atme einmal tief durch, dann springe ich von Bett, reiße einige Kleidungsstücke aus dem Schrank, schmeiße sie in eine Tasche, dazu meine Bürste und mein Handy. Ich packe die Henkel des Beutels und unschließe sie fest mir beiden Händen. Ich stürme in das Zimmer meiner Eltern, mittlerweile strömen mir die Tränen nur soüners Gesicht. ''Mum, kannst du mich zu ihm fahren?'' frage ich mit erstickter Stimme? Sie zieht die Augen zusammen, vom hellen Licht geblendet, nach einigen Augenblicken scheint sie zu verstehen. ''Warte kurz.'' Ich atme langsam und kontrolliert, folge ihr die Treppe hinunter, aus der Haustür und ins Auto. Der Schlüssel klimpert als sie ihn ins Schloss steckt und mit einem leisen Klicken springt der Motor an. Ich realisere, dass du noch gar nichts davon weißt, dass ich gleich bei dir vor der Tür stehe. In meiner Tasche krame ich nach meinem alten Handy, zwei Worte mehr brauche ich nicht. 'Ich komme.' Die Fahrt ist eine Ansammlung aus Eindrücken, der raue Sitz in meinem Rücken, das Brummen das Autos unter mir. Das Licht, dass von den Laternen vor und auf die Autobahn geworfen wird. Aus dem Fenster sehe ich nur einige helle Streifen die nciht von der Dunkelheit vershcluckt wurden. Aber ich nehme nichts davon richtig war, alles ist wie in Trance. Mir schießen die seltsamsten Gedanken durch den Kopf. Hab ich den Laptop ausgemacht? Und wie sehe ich eigentlich grad aus? Ich wach erst aus diesem Rausch aus, als es still ist. Das Brummen des Mototrs hat aufgehört. Ich starre das Haus an, dass ich für so friedlich gehalten habe.
http://data.whicdn.com/images/33349575/tumblr_lvwsj0ebsQ1r0mc1yo1_500_large.jpgMit einem 'Danke' an meine Mutter springe ich aus dem Auto und renne bis vor die Tür, dann zücke ich erneut mein handy und tippe: 'Ich bin da, mach auf' Einige Sekunden später öffnet sich die Tür. Ohne dich anzublicken drücke ich mich fest in deine Arme. Du hast nur eine Hose an. Ich kralle meine Hände tief in deine Haut und drücke mich noch fester an dich als ich es eh schon tue. Du umschließt mich mit deinen Armen und legst deinen Kopf auf meinen. So stehen wir eine ganze Weile, wir beide schluchtzen. Meine Tränen laufen an deiner nackten Brust herunter und deine verfangen sich in meinen Haaren. Schließlich flüsterst du: 'Danke das du da bist' Unweigerlich muss ich lächeln. 'Ich bin gerne hier' Langsam lösen wir uns voneinander, du blickst mich an. 'Du bist unglaublich' Dann drehst du dich um, nimmst meine Hand und von dem leisen Knartschen der Stufen begleitet schleichen wir die Treppe hinauf. Ich schmeiße meine Tasche in die Ecke und schmeiße mich sofort aufs Bett. Irgendwas an diesem Abend hat mich unglaublich müde gemacht. Du legst dich neben mich, dann streichst du eine Strähne aus meinem Gesicht, deine Augen sind gerötet, das gefält mir nicht. Aus Reflex rücke ich näher an dich heran. 'Willst du drüber reden?' frage ich mit leider Stimme. Ich spüre wie du den Kopf schüttelst, 'Was sollen wir schon reden? Er trinkt und wird aggressiv. Ich will jetzt einfach nur mit dir hier liegen okay?' Ich nicke, 'Okay'

  

-Tut mir leid, meine Lieblingsmenschen! Ich melde mich jetzt wieder regelmäßig-

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