Sonntag

I can't take my mind of you

Ich fühle deinen heißen Atmen auf meinem Kopf, du bist so viel größer als ich. Deine Hände liegen locker an meiner Taille, und zwar so tief, dass niemand dich nur für einen guten Freund gehalten hätte. Ich hebe meinen Blick und treffe deinen, dann grinse ich frech und beginne meine  Hüften im Takt der lauten Musik zu bewegen, ich weiß, dass dich das verrückt macht, wenn ich so tanze. Mir wird heiß, zu heiß, aber wieso sollte ich gehen? Alles ist gut, wenn du bei mir bist. Meine Schuhe kleben an dem dreckigen Boden, ich fühle selbst durch die Sohlen meiner Schuhe die Scherben der Bierflaschen und Gläser die hier schon zersprungen sind.
Tumblr_lwt154l6bn1r8v72ao1_500_large Es ist wie ein Rausch, ich nehme nichts mehr war, außer deine Berührungen, den Bass an meinem Ohr und die Hitze, die von den Menschen um mich herum ausgeht. Nächstes Lied, nächster Tanz. Ich sehe und höre meine Mädels deutlich aus der Menge heraus kreischen. Ihnen geht es genauso wie mir. Es ist als würde die ganze scheiß Welt da draußen nicht existieren. Die Väter die ihre Frauen schlagen. Dieser Wahn alles aus sich herauszukotzen, nur um am Ende ein paar Kilos weniger auf der Waage zu sehen. Oder dieser Drang aus dem eigenen Haus zu fliehen, weil man sich das Elend nicht mehr anschauen will. Alles weg, alles wartet draußen in der scheiß kalten Luft auf uns. Und viel zu schnell müssen wir dort wieder hinaus. Raus zu den Problemen, die wir zwar vergessen, die aber nicht verschwinden.
Als mein erhitzer Körper auf die kalte Luft trifft beginne ich zu zittern. Die Schweißperlen, die gebildet haben scheinen zu Eistropfen zu gefrieren. Wie ich das hasse, wenn man nach einem wunderschönen der Realität wieder in ihre hässlichen Augen schauen muss.
 


Wieder fühle ich deinen Atem auf meinen Kopf, aber diesmal ist es leise. Die Stille, die uns einwickelt, so klebrig und süß, ist vollkommen. Die leisen Geräsche, die man sonst kaum wahrnimmt, werden gewaltig, wenn es so leise ist. Ich höre ganz genau, wie du die Decke über dich ziehst, dann deinen Arm hebst um mir ein Haar aus dem Gesicht zu streichen. Ich starre dich an und kanns nicht glauben, kann nicht glauben das du mir gehörst.

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