Samstag

Denn dieser Regen der die Sonne am verdrängen ist, zeigt das alles Schöne nur vergänglich ist.

Über die Köpfe der Menge hinweg versuche ich dich zu finden, wie ich es schon seit Stunden tue. Aber irgendwie entwischt du mir doch immer wieder, was mich ziemlcih aufregen könnte, wäre meine Laune nicht gerade so wunderbar. Und dann erblicke ich dich, mit dieser Schlampe im Arm, wie ihr tanzt. Du drehst deinen Kopf zur Seite, siehst mir direkt in die Augen. Schnell wende ich mich ab, das will ich nicht sehen. Doch wieder und wieder werfe ich euch verstohlene Blicke zu, gestohlene Erinnerungen. Ich verlasse die Tanzfläche, werde aber aufgehalten von dir. Oder besser von meiner Freundin, die mich energisch gegen dich schubst. Du lehnst da an dem Tisch und hast keine Ahnung, was du mit mir machst. Dein Blick trifft meinen, schon wieder. Dann hastest du auf mich zu, umschließt mich mit deinem Armen und hebst mich hoch. Ich schreie, auch wenn mir eher zum Jubeln ist. Und dann löst du eine Hand von meiner Taille und schiebst mein Oberschenkel in deine Hüfte, mein zweites Bein folgt, so trägst du mich zum nächsten Holzfosten, gegen den ich mich mit dem Rücken lehne. Meine Hände sind in deinem Nacken verschrenkt, jedoch lasse ich wieder von dir ab, stelle mich auf meine eigenen Beine. Mit einem letzten tiefem Blick in deine Augen wende ich mich ab und setzte mich auf eine Bank ganz in der Nähe. Rechts von mir sitzt ein völlig betrunkener Junge, der droht auf mich zu fallen. Angewiedert verlasse ich den Platzt wieder, rücke eine Bank weiter und schrecke auf, als ich bemerke, das du neben mir sitzt. Mit einem Seuftzen lege ich meinen Kopf auf deine Schulter, du lässt es geschehen. Eine Weile sitzte ich so da, beobachte ich das Geschehen um mich herum. Alles um mich herum scheint sich viel zu schnell zu bewegen, Menschen kommen und gehen, die Musik wird leiser und lauter. Mit einem breiten Grinsen richte ich mich wieder auf und deute auf die Tanzfläche, du nickst, ich greife deinen Unterarm und ziehe dich mit mir. Und dann ist da nur noch der Bass, dein Arm an meinem Rücken, dein Duft, der mich zu umgeben scheint. Ich bin eingehüllt. Ich werde näher an dich gedrückt, hebe den Kopf, sehe in deine Augen, tanze weiter, Alles ist leicht. Mit einem Lachen wirbele ich herum - und das Lachen erstirbt auf meinen Lippen. Ihre Augen blicken mich durchdringend an. Und die Schuldgefühle packen mich wie ein wildes Tier, das sich von hinten angeschlichen hat. Da packt sie auch schon mein Handgelenk, zieht mich aus deiner betörenden Nähe. Jetzt habe ich das gefühl meine Gedanken kreisen mit doppelter Geschwindigkeit in meinem Kopf umher. >>Bist du eigentlich bescheuert?<<, schreit sie mich durch die Musik hindurch an, >>du weißt, das wir zusammen hier sind, was bist du die ganze Zeit nur bei denen? Und weißt du eigentlich, dass deine "beste Freundin" jetzt heult, weil du mit ihm tanzt?<< Oh shit, shit shit! >>Ich hab doch nie ne Ahnung wo ihr seit, außerdem bin ich den ganzen Abend nur mit Yuki rumgelaufen, nicht mit denen. Und wir haben doch nur getanzt!<< Sie schreit mich weiter an: >>Jetzt laber nicht, wir alle finden das scheiße okay? Echt toll gemacht Bea!<< In mir kommen Tränen hoch. Ja, mach mich ruhig für alles verantwortlich, alles ist meine Schuld. Mit einem, >>Ey ich hab jetzt echt keinen Bock auf dich<<, verschwindet sie in der Menge und lässt mich alleine und verlassen zurück. Tränen stiegen in mir hoch, quillen über und laufen über meine Wangen. Warum muss ich immer alles falsch machen? Meine Füße unter mir geben nach, rückwärts stolpere ich gegen die Wand, schließe für einen kurzen Moment die Augen. Als ich sie wieder öffne blicke ich direkt in deine. Du stützt dich links und rechts neben mir an der Wand ab, dein Gesicht schwebt direkt über meinem,  >>Was ist los?<< >>Wieso, was soll los sein?<<Ist nur so, das ich schon wieder alles verkackt hab und meine Freunde schon wieder sauer auf mich sind. Und die eine hasst mich ganz besonders, weil sie auf dich steht und gesehen hat, wie wir getanzt haben, will ich sagen, lasse es dann aber doch. >>Wieso?<<, frage ich stattdessen. >>Weil du geweint hast<<, sagt er mit trockener Stimme. >>Ach egal, lange Geschichte<<. Damit gibts du dich zufriedenm lässt von mir ab.
Ich erblicke den Kopf einer Freundin in der Menge, laufe zu ihr und bekomme gerade noch mit, wie sie ihrem Freund ein: >>Arschloch<< hinterherruft. Entsetzt starre ich die Beiden an. Dann bemerke ich, das andere Blicke auf mich lasten, böse Blicke. Sie alle starren mich an, als hätte ich ein Verbrechen begangen. Nein bitte nicht, mach das sie nicht sauer sind. Ich öffne den Mund, möchte mit ihnen sprechen, doch sie wenden sich ab, und das schmerzt noch mehr als ihre hasserfüllten Blicke. Ich sehe wie das Mädchen, das gerade noch ihren Freund angeschrien hat, mit Tränen in den Augen raus läuft. Ich renne ihr hinter, jemand packt mich am Arm. Ein Security-mann sieht mich an. >>Wenn du jetzt rausgehst kommst du nicht mehr rein<<, sagt er. Energisch schüttele ich seinen Arm ab, will meiner Freundin hinterher. >>Ist mir doch egal!<< Ich renne weiter, beachte die Menschen links und rechts von mir nicht, nur ihr hinterher. Sie rennt, bis keine menschen mir in der Nähe sind. Dann bricht sie weinend auf dem Boden zusammen, setzt sich auf den nassen Asphalt der Straße und schluchtzt laut in die Nacht. Ich lege ihr eine Hand auf den Rücken, sie bebt unter ihren verzweifelten Versuchen nach Luft zu ringen. Ach bei mir im Hald bildet sich ein Knoten, leise beginne auch ich zu schluchtzen. >>Nein, wen du nicht auch noch, bitte!<<, bringt sie hervor, doch zu spät. Wir beide sitzten im leichten Regen auf der nassen straße, mit Röcken und in dünnen Tops, und weinen. >>Was ist passiert?<<, frage ich, nachdem sich ihre Krampfhaften Weinattcken gelegt haben. >>Ach egal, was ist bei dir passiert?<< ich schniefe, >>ach keine Ahnung, ich hab halt mit ihm getanzt, und du weißt ja, meine Freundin will was von ihm, und sie erwartet von mir, dass ich aufhöre mich an in ranzumachen. Sie weiß, das er nichts von ihr will, aber trotzdem darf ich nichts mit ihm machen. Und ich hab das den ganzen Abend gemacht, und das war so beschissen, und jetzt tanze ich zwei Minuten mit ihm und alle Mädels sind sauer. Erneut füllen sich meine Augen mit Tränen. >>Oh, alle denken immer nur an sich selbst! Bist du glücklich wenn du bei ihm bist?<<, fragt sie. >>Ja<<, ist die korreckte Antwort. >>Und guck, die gönnen dir dieses Scheiß Glück nicht. Und wären das echte Freunde, wären sie dir hinterhergelaufen, und mir auch. Aber nur du bist hier. Danke das du da bist.<<, sie fngt schon wieder an zu weinen. Ich umarme sie, >>Ich bin immer für dich da!<< Ich spüre wie sie lächelt, ein kleiner Glanz in dieder erdrückenden Dunkelheit, die nur von ein paar wenigen Lichtern erhellt ist. >>Und bei mir ist auch alles scheiße, mein Freund ist so ein Arschloch, er tanzt nur mit anderen, und er merkt nicht, wie mich das alles verletzt<< Mit dem Finger wische ich die verschmierte Wimperntusche unter ihrem Auge weg, >>Alle sind Arschlöcher, jeder denkt nur an sich<< Sie stimmt mir zu, >>Isso, alle scheiße, wir zwei heulen hier draußen und denen ist das so egal. Ich hasse Menschen!<< >>Oha und ich erst, egal was man macht, alles ist falsch und irgendwer wird verletzt, und wenn ich es bin kümmert es keinen. <<
Und während wir auf der nassen Straße sitzten und uns über die schreckliche Menschheit unterhalten, muss ich lachen. Über diese Situation ist einfach filmreif. Und nach einer halben Stunde helfen wir uns gegenseitig auf die Füße, wischen den Dreck von unseren Röcken und gehen Hand in Hand auf das Gasthaus zu, das ganz in der Nähe des Clubs steht. Dort schlägt uns die Wärme entgegen, sofort verschwinden wir auf die Toilette, machen uns wieder schön, schön für all die Menschen dadraußen, die wir doch so hassen. >>Oh und er ist eh genauso ein Arschloch wie Justin. Die sind alle gleich.<< Sie nickt, >>Also ich muss dir das jetzt erzählen, er hat mal mit meiner Freundin rumgeleckt, obwohl er ne Freundin hatte, Er verlibt sich so schnell in eine Andere.<< Ich wusste es! >>Oh Gott, ich will doch nur einen Jungen der mich liebt und bei dem ich weiß, das ich die einzige bin und es auch bleibe, der mir das Gefühl gibt nicht nur eine von vielen zu sein. Ich will eine beziehung die lange hält, und bei dems nicht nur darm geht weißt du? Und alle Jungen, die mir das bieten, liebe ich nicht. Was soll die Scheiße?<< Sie nickt, pudert noch einmal ihr Gesicht über und nimmt meine Hand. >>Wer will das nicht?<<
                  

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