Montag

Wenn Schmetterlinge im Bauch zu Rasierklingen werden, sollte man sie freilassen.

Ich bin frei, schwebe über allem, sehe nichts außer dem grellen Licht und den lachenden gesichtern. Rieche nichts als den Rauch der wie ein Nebel zwischen den Tanzenden wabert. Fühle nichts als Freude und den Bass der durch meinen Körper pulsiert. Die Welt um mich herum dreht sich, ich bin glücklich, einfach glücklich. Und das ist nicht das flüchige, fragile Glück der letzten Tage, nein das ist echt. Ich lebe hier und jetzt. In mitten der tanzenden Menge. Ich spüre wie mich zwei Hände an der Taile berühren, was ist schon dabei denke ich mir, und tanze weiter. Ich drehe mich um und sehe dem Jungen in die Augen, ich kenne ihn, und ich mag ihn. Er zehrt mich weiter zu der großen Box in der Ecke, aus der die Musik sich über den ganzen Club ergießt. Mit einer Handbewegung als wöge ich nichts hebt er mich herauf und springt gleich darauf hinterher. Und so tanzen wir, über der Menschenmenge, ich schwebe. Der bass wird zu meinem Herzschlag und die Musik zu meinen Gedanken. Ich habe das Gefühl durch meine Adern fließt pure Freude. Ich drehe mich zu dem Jungen um, er hat schöne Augen, braun, zum versinken. Wo bist du? Ich lasse meinen blick über die Menge schweifen. Nichts, du bist nnicht da. Und es ist mir egal. Völlig egal. Die Musik schluckt den Gedanken.
Mit einem Satz springe ich von der Box herunter und lande wackelig auf meinen Schuhen, der Junge springt mir hinterher, er folgt mir durch die Menge wieder zu den Menschen, mit denen wir beide hier aufgetaucht sind. Ein blonder Haarschopf erscheint vor mir, gleich darauf das dazugehörige Gesicht. Ehe ich mich versehen habe, verlassen wir beide die Tanzfläche und stehen abseits von den anderen im Nebenraum. >>Ich such dich schon die ganze Zeit.<< >>Hier bin ich.<< Sie mustert mich von oben bis unten. >>Ich muss dir was erzählen. Also ich weiß nicht, mach dir keine Hoffnungen oder so, aber en paar von den Mädels sagen er steht auf dich.<< >>Wer er?<< >>Der er, mit dem du gerade getanzt hast, also ich finde das jetzt gar nicht so, dass er sich so verhält und so, aber sie meinten, das wirkr ein bisschen so. Naja, und sie sagen es workt so, als würdest du was von ihm wollen.<< Ich hätte nie gedacht, das ich diese Worte jemals wieder hören könnte. Ich hab es niemals in Erwägung gezogen, das sich diese Worte wieder auf jemand anderen beziehen könnten, als auf dich. Aber das diese Möglichkeit überhaupt besteht, raubt mir den Atmen. Sie sieht mir fest in die Augen, >>Könnte das sein?<< Und ich spreche die ersten Worte ein die mir in den Kopf kommen: >>Ja -, aber...Nein. I-ich weiß es nicht. Sag mal, können wir da morgen drüber reden, weil ich will mir den Abend nicht versauen.<< Sie nickt und folgt mir dann wieder auf die Tanzfläche. Und wieder betrüge ich mich selbst, schiebe meine Gedanken auf, nur für ein paar Stunden.




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