Samstag
Ich atme dich ein, und nie wieder aus
Ich öffne die Augen und sehe nichts als Dunkelheit. ''Hast du das Licht ausgemacht?'', frage ich, obwohl ich nicht weiß wo genau du dich befindest. ''Ja, ist romantischer, raawr.'' Ich lache über das lächerlich kleine Knurren das deiner Kehle entrinnt. ''Pass auf, jetzt vernasch ich dich.'' Plöztlich schmeißt du dich auf mich, drückst meine Handgelenke fest aufs Bett und beißt sanft in meine Wange. ''Au! Bist du verrückt geworden?'' ''Verrückt nach dir.'' Ich kichere und versuche mich aus deinem Griff zu wehren, erfolglos natürlich. ''Jetzt lass los!'' Nochmal zappele ich mit den Beinen in der Hoffnung dich irgendwo zu treffen. ''Okok ganz ruhig'' Endlich lässt du von mir ab und legst dich neben mich. Deine Arme schließen sich um meinen Körper und ein Seuftzer entfährt dir, der mich sanft am Hals kitzelt. Ich entwinde einen meiner Arme aus deinem Griff und taste nach der Fernbedinung. Der Bildschirm wirft bläuliches Licht auf uns beide, und gibt mir das Gefühl ich säße in einem Verhörraum der Polizei. Ich schau dich an, das schwache Licht lässt die kantigen Konturen deines Gesichts hervortreten. Du bist wunderschön, weißt du das? Ich ziehe mit einem Finger sanft die Knochen deines Kinns nach, wandere über deine Wange hoch, und umfasse schließlich dein ganzen Gesicht mit den Händen. Und ich wünsche mir in diesem Augenblick so sehr, du würdest für immer hier bleiben, in meinem Bett, weg von allem Ärger der Welt, von allem Bösen, von Gefahren und sonst irgendetwas das dir schaden könnte, dass es schon fast weh tut. Vor meinem geistigen Auge male ich mir mal wieder aus wie es später mal sein wird. Wenn wir später zusammen wohnen, ich jeden morgen aufstehe und du noch so süß schläfst wie immer, ich dir einen Kuss auf die Wange gebe und dann duschen gehe. Wenn ich wiederkomme, und ein viel zu großes Oberteil von dir trage, mit nassen Haaren, dann wirst du mich hochheben, einen wunderschönen Kuss geben und Frühstück machen für uns zwei. Du wirst mich zur Uni fahren und schließlich selber Arbeiten. Dann später werden wir zusammen irgendwas schönes Kochen, gemeinsam an unserem wackeligen Ikea-Tisch essen und uns gegenseitig von unserem Tag erzählen. Dann schauen wir zusammen im Bett einen Film an, bei dem ich bestimmt einschlafe, in deinem Armen. Dann wirst du mich auf die Stirn küssen, wie du es heute schon immer tust, das Licht löschen und selber schlafen gehen. ''Weißt du was?'', flüstere ich an deiner Brust. ''Mhm?'' Ich lächele über dein verschlafenes Murmeln. ''Ich könnte mein ganzes Leben nur mit dir hier im Bett liegen, und ich wäre glücklich.'' Ich spüre deine Lippen an meiner Wange, wie du mir wunderschöne Worte zuflüsterst, so soll es immer sein.
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