Die raue Wand drückt sich in meinen Rücken und ich senke den Blick auf meine Hände, die von der Laterne an der Ecke nur schwach beleuchtet werden. Ich kann ihm nicht in die Augen sehen während ich das sage, >>Ich weiß doch nicht was ich machen soll, jedes mal, wenn ich denke: Vertrau ihm, kommt wieder irgendwas raus.<< Er tänzelt nervös rum, ein paar Meter von mir entfernt, springt von einem Fuß auf den anderen. >>Ich hab doch auch keine Ahnung, ich will es dir beweisen, aber ich bekomms ja nichtmal hin, da oben mit dir zu sprechen. << Ohne es zu wollen, muss ich lächeln, >>Warum<<, frage ich, obwohl ich die Antwort schon kenne. >>Weiß ich nicht, dass ist nur bei dir so, ich bin so schüchtern und nervös und keine Ahnung.<< Hin und hergerissen stehe ich vor ihm. >>Aber woher soll ich wissen, das ich keine Dreiwochenbeziehung bin?<< Das Licht erleuchtet seine Konturen, seine Augen glänzen als er tief in meine schaut. >>Weil ich dich liebe.<< Vier Worte, sechzehn Buchstaben, nur zwei Sekunden, und ein Herschlag, fünf Schritte laufe ich ihm entgegen und falle in dann in seine Arme. Bei der Wucht meines Aufschlags auf seinem Körper tänzelt er ein paar Schritte nach hinten, aber hält mich fest, streichelt meinen Rücken. Lange stehen wir dort, mitten in der Nacht, seine Wange ruht an meinem Kopf. Und es ist diese Art von Moment - wie ein wunderschöner Schmetterling der sich durch die sanfte Brise eines Sommertages kämpft. Er flüstert die Wort nur, dicht neben meinem Ohr, >>Ist dir kalt?<< Widerwillig löse ich mich aus der Umarmung uns sehe ihm ihn die Augen, >>Ja, aber so richtig, können wir wieder hochgehen?<< Er nickt und fast zögerlich meine Hand. Auf meinem Gesicht breitet sich ein Lächeln aus, das den ganzen Abend nicht mehr verschwinden wird, da bin ich mir sicher. Hand in Hand laufen wir die Treppen hoch, und als wir den Raum wieder betreten, scheint er heller als vorher. Freudestrahlen lässt du dich auf einen Stuhl fallen, ich mich auf deinen Schoss. Ich spüre seinen Arm um meine Taille und genieße den Augenblick in vollen Zügen.
Die Anzeige auf deinem Handy zeigt 2:33. Im Zimmer ist es still, bis auf das Atemgeräusch der anderen. Wir beide aber sind wach, liegen uns gegenüber und sehen uns einfach nur in die Augen, obwohl sie in der Dunkelheit kaum zu sehen sind. >>Gib mir mal deinen Arm<<, flüsterst du. Ich tue, was du willst du du legst meine Hand auf dein Herz. >>Guck mal wie mein Herz rast, nur wegen dir.<< Mein Lächeln wird noch breiter als es ohnehin schon ist. >>Darf ich in deinem Arm schlafen?<< Ohne eine Antwort drehst du dich und ich bette meinen Kopf auf deine Brust, dort, wo eben noch meine Hand lag. Und so schlafe ich, den Kopf auf dem Herz des Jungens, den ich liebe.
1 Kommentar:
Wow, toller Blog :)
Lust auf gegenseitiges Verfolgen?
Ich würde mich freuen ;*
sarahmarieee.blogspot.com
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