Montag

Da steht ihr. Ihr Kopf auf deiner Brust. Tanzt langsam, obwohl das lied nicht dazu passt. sie legt ihre arme um deinen hals und beugt sich langsam zu deinem ohr. Dann flüstert sie dir etwas ins ohr und ich will gar nicht wissen was es ist. Es war klar, dass so etwas passiert. Ich hab mir schon gedacht, dass du mit irgendeinem mädchen was anfängst, doch ich hab es mir ausgeredet.
meine rechte hand wandert ans linke handgelenk. fuck denke ich nur. dein armband ist weg. liegt jetzt unter hunderten von füßen, bedeckt von bier, asche und dreck. ist vielleicht besser so.
ich fühle mich einfach nur scheiße. traurig. wütend. von aller hoffnung verlassen.
ich gehe zur bar und schreie einem mädchen aus meiner parallelklasse zu, dass sie mir was mitbringen soll. nach einigen minuten wartezeit kippe ich mir ein glas vodka-e runter und gehe wieder auf die tanzfläche, aber weg von dir.
plötzlich steh ich neben jemandem, von dem ich genau weiß, dass er eine freundin hat und sage ihm hi. frage wie lange er noch bleibt, wie viel er schon getrunken hat, belangloses zeug. ich lege meine hand auf seine schulter und seine wandert an meine taille. wie die schlampe bei dir beuge ich nun meinen kopf an sein ohr und unterhalte mich mit ihm, bis ich bemerke, was ich hier überhaupt mache. das kann doch nicht sein. ich drehe meinen kopf und durchsuche den ganzen raum nach dir. du tanzt nicht mehr mit ihr. du bist an die bar gegangen und stehst schon neben der nächsten schlampe. fuck ey. fuck fuck fuck.
ich kann nicht mehr. es ist zu laut, zu warm, zu eng. ich wende mich von ihm ab, rufe halbherzig ein tschüss hinterher und stürme in den nächsten raum, wo ich dem nächsten typen den ich kenne das bier aus der hand nehme. er beschwert sich lachend und wendet sich wieder seinen freunden zu. gierig nehme ich viele schlucke. es läuft schön kalt meine kehle runter und breitet sich in meinem körper aus, doch das bleibt nicht lange. sofort wird mir wieder warm. nur noch warm.

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